Und so sind wir heute morgen in die Finca von Don Manolo gegangen, wo wir eine Führung von der Ernte bis zum gerösteten Kaffee bekommen haben. Wir haben entdeckt, dass der Kaffee eine Frucht ist, die man essen kann. Sie schmeckt sehr süß und lecker!!! Leider war der Kaffee auf der Finca sehr befallen von Roya (Pilz) und Broca (Insekt). Insgesamt ist es sehr aufwendig einen guten Kaffee zu ernten.
Sehr interessant war, dass die meisten Kolumbianer nichts über die Kaffeezubereitung wissen und es jetzt erst entdecken. Wir haben sehr viel über die einzelnen Methoden zur Zubereitung von Kaffee gelernt, darunter French Press, Aero Press, Sifón-Vacío, Chemex, italienischer Espresso-Kocher, etc.
Dabei gibt es nicht die beste Methode, sondern es ist je nach Geschmack verschieden... Wichtig ist, dass der Kaffee nicht verbrannt wird, weil er dann kein Aroma entfalten kann.
Starbucks und Nescafé benutzen nicht nur Kaffee sondern auch verbranntes Gertreide, das ähnlich wie Kaffee schmeckt. Sowieso wird der Kaffee nicht selektiert sondern auch die von Insekten und Pilzen befallen Früchte verbrannt. Ein guter Kaffe schmeckt sowohl als auch kalt sehr gut und ist sehr gut verträglich. Der in Kolumbien hergestellte Kaffee ist der Arabica. Durch die ständig fallenden internationalen kaffeepreise ist es notwendig, den Kaffee gut zu selektieren und nicht zu oft zu waschen.
Nach der Führung auf der Finca haben wir den Kaffee getestet und mit allen Sinnen wahrgenommen. Ein wahrhaft anderes Geschmackserlebnis! Dann ging es weiter zur Rösterei, wo wir gelernt haben, dass der Kaffee bei 240 Grad ca. 15min geröstet und innerhalb von wenigen Sekunden eine andere Note bekommen kann.
Wir haben auch erfahren, dass es einen Café Natural gibt, wo nur die besten Früchte geerntet werden und komplett getrocknet werden. Nach der Führung gab es noch ein Eis aus Arazá (Frucht) mit eingelegten Kaffeefrüchten. Natürlich haben wir auch gleich noch Kaffee mitgenommen für zu Hause. Insgesamt ist die Wertschätzung von gutem Kaffee am heutigen Tag durch die Tour sehr gestiegen.
Sehr zufrieden gingen wir weiter und haben erst mal zu Mittag gegessen. Das Essen hier ist insgesamt sehr günstig. Für 2 Personen kostet ein komplettes Menü mit Getränken nicht mehr als 10 Euro. Das Restaurant lag auf einem Berg und von dort hatten wir eine schöne Aussicht.
Danach gingen wir ins Schmetterlingshaus Bonita Farm und wir bekamen dort eine Führung von einer Studentin, die uns die Biodiversität dieser Region näherbrachte und uns alles über die hiesigen Schmetterlinge, Schlangen und Spinnen erklärte. Es war nicht also nicht ein Schmetterlingshaus, sondern ein Biopark mit einem Weg durch die Wildnis der Flora und Fauna. Wichtig ist, dass hier nichts gesäubert, entnommen oder zerstört wird. Alles ist Teil eines Ökosystems und bedarf seiner Beachtung und Wertschätzung.
No comments:
Post a Comment